Rezept von Simone Kjølby
Zuletzt aktualisiert: 31. July 2026
Kaltgegangenes Focaccia-Brot ohne Kneten mit Rosmarin & Oliven
Kalt gegangene Focaccia ist eine der besten Arten, Brot zu backen, wenn du mit wenig Aufwand maximalen Geschmack erzielen möchtest. Wenn du den Teig langsam im Kühlschrank gehen lässt, entwickelt er einen tieferen und komplexeren Geschmack und wird zugleich locker und luftig. Genau das macht den Unterschied zwischen einem gewöhnlichen Brot und einer richtig guten Focaccia aus – ganz ohne Kneten.
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Kalt geführte Focaccia — das Geheimnis der perfekten Krume
Focaccia gehört zu den Broten, die dir beim Selberbacken am meisten verzeihen, doch die kalte Teigführung macht sie erst zu etwas Besonderem. Wenn du den Teig 8-12 Stunden langsam im Kühlschrank gehen lässt, bekommst du eine luftige, offenporige Krume und einen tieferen, komplexeren Geschmack – ganz ohne den Teig auch nur einmal kneten zu müssen.
Warum die kalte Teigführung einen Unterschied macht
Wenn die Hefe bei niedriger Temperatur langsam arbeitet, hat das Glutengerüst Zeit, sich auf natürliche Weise zu entwickeln, und die langsame Fermentation sorgt für mehr Geschmack als ein schnelles Gehen bei Zimmertemperatur. Das Ergebnis ist ein Brot mit größeren Luftblasen, einer bissfesteren, elastischeren Krume und einer leicht säuerlichen Note.
Teig ohne Kneten — so funktioniert es
Statt den Teig zu kneten, faltest du ihn anfangs einfach ein paarmal über sich selbst. So entwickelt sich das Glutengerüst ausreichend, ohne dass du den Teig von Hand bearbeiten musst, und der Teig lässt sich am Ende viel leichter handhaben, als du zunächst denken würdest.
Knuspriger Boden — reichlich Öl und eine Gusseisenform verwenden
Eine emaillierte Gusseisenform verteilt die Hitze gleichmäßig und sorgt für den besten, knusprigsten Boden. Reichlich Olivenöl in der Form ist der Schlüssel — darin wird der Boden goldbraun gebraten, statt nur gebacken. Wenn du es noch knuspriger magst, kannst du das Brot in den letzten Minuten direkt auf einem Backblech weiterbacken.
Belag und Variationen
Rosmarin, Oliven und Meersalzflocken sind die klassische Kombination, aber Focaccia verträgt fast alles: Kartoffeln und Rosmarin, Tomaten und Knoblauch oder sogar Honig, Birne und Gorgonzola für eine süßere Variante. Für alle gilt: Weniger ist mehr — lass die Struktur und den Geschmack des Brotes im Mittelpunkt stehen.
Häufig gestellte Fragen
Häufig gestellte Fragen
Wie lange muss der Focaccia-Teig im Kühlschrank gehen?
Der Teig muss im Kühlschrank 8-12 Stunden kalt gehen. Je länger er geht, desto mehr Geschmack entwickelt er.
Muss man den Teig für Focaccia kneten?
Nein, der Teig muss nicht geknetet werden. Falte ihn während der ersten Gehzeit bei Zimmertemperatur einfach 1-2 Mal über sich selbst.
Warum wird meine Focaccia unten nicht knusprig?
Achte darauf, dass genügend Öl in der Form ist, und backe das Brot nach den ersten 25-30 Minuten in der Form direkt auf einem Backblech weiter. So bekommt es einen knusprigen, goldbraunen Boden.