
Guide von Mathias Lydersen
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Alles, was du über Carbonstahl-Pfannen wissen musst
Eine Carbonstahl-Pfanne gehört zu den vielseitigsten Bratpfannen, die du in deiner Küche haben kannst. Das Material verbindet die Wärmespeicherung von Gusseisen mit einem Gewicht, das im Alltag gut zu handhaben ist. Für Profiköche ist Carbonstahl seit Generationen Standard – und eine gut eingebrannte Carbonstahl-Pfanne entwickelt eine natürliche Antihaft-Oberfläche ganz ohne chemische Beschichtung.
Carbonstahl ist eine Legierung aus Eisen und Kohlenstoff mit typischerweise etwa 1 % Kohlenstoff. Dadurch ist die Pfanne dünner und leichter als Gusseisen, speichert Wärme aber fast genauso gut. Eine Carbonstahl-Pfanne verträgt sehr hohe Temperaturen, eignet sich für alle Herdarten – Gas, Induktion, Glaskeramik und offenes Feuer – und kann direkt in den Ofen gestellt werden. Sie ist zu 100 % frei von PFAS und synthetischen Beschichtungen.
Das Besondere an Carbonstahl ist das Einbrennen: Dabei entsteht eine dünne Schicht aus polymerisiertem Öl, die sich mit der Zeit weiter aufbaut. Je öfter du fetthaltige Speisen darin brätst, desto dunkler wird die Patina und desto besser ihre Antihaft-Wirkung. Eine neue Pfanne muss daher in den ersten Wochen eingebrannt werden – dafür wird sie Jahr für Jahr besser, statt sich wie eine gewöhnliche Antihaft-Pfanne abzunutzen.
Eine Carbonstahl-Pfanne ist ideal für scharfes Anbraten: Steaks mit Kruste, knusprige Kartoffeln, gebratenes Gemüse, Pfannkuchen und Spiegeleier. Für lange gekochte, säurehaltige Gerichte wie Tomatensoße eignet sie sich weniger, da diese die Patina mit der Zeit angreifen können. Wenn du loslegen möchtest, findest du unsere Carbonstahl-Bratpfannen in 25 und 28 cm sowie als Set.
Die Pflege ist einfach, aber anders als bei Edelstahl: Spüle die Pfanne ohne Spülmittel mit warmem Wasser aus, trockne sie sofort ab und reibe sie mit einer dünnen Schicht Öl ein. Vermeide die Spülmaschine, denn sie entfernt die Patina und begünstigt Rost. Die vollständige Anleitung findest du in unserem Guide zur Reinigung und Pflege von Carbonstahl-Pfannen.
Wasche die neue Pfanne gründlich
Spüle eine neue oder unbehandelte Carbonstahl-Pfanne mit warmem Wasser ab, um die schützende Wachs- oder Ölschicht aus der Herstellung zu entfernen. Trockne sie sofort vollständig ab.
Brenne die Pfanne zum ersten Mal ein
Verteile eine hauchdünne Schicht Öl mit hohem Rauchpunkt auf der ganzen Pfanne und erhitze sie, bis das Öl gerade anfängt zu rauchen und sich einbrennt. Wiederhole das 2–3 Mal für eine solide Grundlage.
Heize die Pfanne langsam vor
Beginne bei niedriger bis mittlerer Hitze und lass die Temperatur langsam steigen. Carbonstahl leitet Wärme schnell, also starte nicht mit voller Hitze.
Prüfe die Hitze mit dem Wassertropfentest
Gib ein wenig Wasser in die Pfanne. Bilden sich Tropfen, die über die Oberfläche tanzen (Leidenfrost-Effekt), ist die Pfanne bereit für Öl und Gargut.
Gib Öl hinzu und brate
Gib Öl in die heiße Pfanne, warte, bis es schimmert, und lege das Gargut hinein. Warte, bis es sich von selbst löst, bevor du es wendest – so bleibt es nicht haften.
Reinige ohne Spülmittel und öle sie ein
Spüle sie mit warmem Wasser ab, entferne eventuelle Reste und trockne sie sofort. Trage zum Schluss eine dünne Schicht Öl auf, damit die Pfanne bis zum nächsten Mal geschützt ist.
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So holst du das Beste aus einer Carbonstahl-Pfanne heraus
Eine Carbonstahl-Pfanne ist eine der langlebigsten Anschaffungen für deine Küche. Mit der richtigen Patina und Pflege hält sie jahrzehntelang und wird mit der Zeit immer besser – ganz anders als die meisten beschichteten Pfannen, die alle paar Jahre ersetzt werden müssen. Im Folgenden beantworten wir die Fragen, die vor dem Kauf einer Carbonstahl-Pfanne am häufigsten gestellt werden.
Carbonstahl-Pfanne vs. Gusseisen und Edelstahl
Carbonstahl liegt zwischen Gusseisen und Edelstahl. Er speichert Wärme fast so gut wie Gusseisen, ist aber dünner und leichter und reagiert schneller auf Temperaturänderungen. Im Vergleich zu Edelstahl bekommst du eine natürliche Antihaftoberfläche; dafür muss Carbonstahl eingebrannt werden und darf nicht eingeweicht werden. Soll die Pfanne täglich alles vom Braten bis zu säurehaltigen Soßen mitmachen, ist Edelstahl vielleicht unkomplizierter; für eine kräftige Kruste und Braten ohne Anhaften ist Carbonstahl die bessere Wahl.
Bratpfanne ohne PFAS und Teflon
Eine Carbonstahl-Pfanne ist eine Bratpfanne ganz ohne PFAS, Teflon oder andere synthetische Beschichtungen. Die Antihaftwirkung entsteht ausschließlich durch die eingebrannte Ölschicht. So vermeidest du die Ewigkeitschemikalien, die viele aus ihrer Küche verbannen möchten. Das macht Carbonstahl zur idealen Wahl, wenn du eine unbeschichtete Bratpfanne suchst, in der trotzdem kaum etwas anhaftet.
Carbonstahl-Pfanne auf Induktion und Grill
Carbonstahl ist magnetisch und funktioniert daher auf Induktion, Gas-, Keramik- und Elektroherden sowie über offenem Feuer. Die Pfanne verträgt die volle Hitze des Backofens und lässt sich direkt auf dem Grill verwenden, um Fleisch und Gemüse eine kräftige Kruste zu verleihen. Wähle eine Pfanne mit einem stabilen Boden, damit sich die Hitze gleichmäßig verteilt – besonders auf Induktion.
Einbrennen und natürliche Antihaftwirkung
Das Einbrennen ist bei Carbonstahl entscheidend. Schicht für Schicht polymerisiert das erhitzte Öl und bildet eine glatte, dunkle Oberfläche, an der Speisen kaum haften. Je öfter du die Pfanne benutzt, desto besser wird sie. Wenn du den Vorgang beschleunigen möchtest, folge unserem Guide für eine natürliche Antihaftschicht auf deiner Carbonstahl-Pfanne.
Pflege und Rost
Der einzige wirkliche Nachteil von Carbonstahl ist, dass er rosten kann, wenn er nass liegen bleibt. Trockne die Pfanne deshalb nach der Reinigung immer sofort ab und reibe sie dünn mit Öl ein. Sollte sich doch Rost bilden, lässt er sich leicht entfernen – lies dazu unseren Guide zum Entfernen von Rost aus einer Carbonstahl-Pfanne.
Häufig gestellte Fragen – alles über Carbonstahl-Pfannen
Häufig gestellte Fragen – alles über Carbonstahl-Pfannen
Was ist der Unterschied zwischen einer Carbonstahl-Pfanne und einer Edelstahlpfanne?
Carbonstahl entwickelt mit der Zeit eine natürliche Antihaftschicht und verträgt extrem hohe Temperaturen, braucht aber eine Patina und regelmäßige Pflege. Edelstahl braucht keine besondere Pflege, ist widerstandsfähiger gegen Säure und leichter zu reinigen – muss aber richtig erhitzt werden, damit das Essen nicht anhaftet.
Welche Pfanne eignet sich am besten für Anfänger?
6-ply Fusion oder emailliertes Gusseisen sind für den Einstieg am einfachsten – beides erfordert kaum Übung. Edelstahl ist hervorragend, braucht aber etwas mehr Eingewöhnung. Carbonstahl erfordert anfangs die meiste Aufmerksamkeit, weil er eingebrannt werden muss.
Kann man alle Pfannenarten auf Induktion verwenden?
Ja – Edelstahl, Carbonstahl, emailliertes Gusseisen und 6-ply Fusion sind alle für Induktion geeignet, da sie magnetische Materialien enthalten. Prüfe zur Sicherheit immer die Produktspezifikationen.
Wie viele Pfannen braucht man?
Die meisten kommen mit 2–3 Pfannen in verschiedenen Größen gut aus. Eine gute Grundausstattung ist eine 24–26 cm Pfanne für den Alltag und eine 28 cm Pfanne für größere Gerichte und Fleisch. Wenn du dich intensiver mit dem Kochen beschäftigen möchtest, bietet dir eine dritte Pfanne aus einem anderen Material viel Flexibilität.
Was ist PFAS-freie Antihaftbeschichtung und ist sie sicher?
PFAS sind eine Gruppe von Chemikalien, die früher in Antihaftbeschichtungen verwendet wurden. Sie werden mit Gesundheits- und Umweltproblemen in Verbindung gebracht. PFAS-freie Antihaftbeschichtungen – wie bei Qookwares 6-ply Fusion-Serie – setzen stattdessen auf eine Keramikbeschichtung, die frei von diesen Stoffen ist und bei normalem Gebrauch als sicher gilt.